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Stand 23.07.2011

Offenbacher Karnevalverein e.V
Geschäftsstelle:
c/o M. Roth
Ziegelstraße 33
63065 Offenbach

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Offenbacher Karnevalverein e.V
Dachorganisation Offenbacher karnevaltreibender Vereine

.

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Geschichte des Offenbacher KarnevalVerein

Der Offenbacher Karnevalverein, Dachorganisation Offenbacher Karnevalvereine und Korporationen, kurz OKV genannt, begeht 2010 sein 75-Jähriges Jubiläum.
Ein guter Anlass für einen kurzen Rückblick auf Offenbachs Karnevalsgeschehen.

Historisches
Karneval wurde in Offenbach schon Ende des 18.Jahrhunderts gefeiert. Während er sich damals zunächst hauptsächlich in den angesehenen Bürgerfamilien abspielte, entschlossen sich nach und nach auch Zirkel und Vereine dazu Bälle zu veranstalten, die durch ihre originellen Masken nicht nur bei der einheimischen Bevölkerung, sondern auch bei Fremden viel Anklang fanden.
Da nicht alle Teilnehmer die Veranstaltungen mit Pferdedroschken oder eigenem Gefährt besuchen konnten, blieb es nicht aus, dass man sich in Maske auch zu Fuß über die Straßen bewegen musste. Dieser Mummenschanz wurde von der lebenslustigen Bevölkerung unserer Stadt, insbesondere der Jugend, immer mehr angenommen und man erschien zur Fastnachtszeit maskiert auf der Straße, auch ohne eine Veranstaltung zu besuchen.
Besonders in den Nachkriegsjahren (1870/71) stürzten sich die Einwohner in das Vergnügen solch “toller Tage”, um dadurch umso stärker den Lebenswillen der “noch einmal Davongekommenen” zu bekunden.
Elferkorporationen gründeten sich u. a. in der TGO, der Ranzengarde Bürgel und beim Turnverein, die nach Mainzer Vorbild mit großem Erfolg den Narrengeist aus der „Bütt“ sprühen ließen.
Unter der Devise „Allen Wohl und niemand Weh“ wurde hier mit Witz und Humor echte Offenbacher Narretei gepflegt. Weitere Karnevalvereine wurden ins Leben gerufen und immer mehr Offenbacher Vereine gründeten in ihren Reihen Karnevalsabteilungen, um die Geselligkeit für ihre Vereinsmitglieder und deren Freunde zu fördern.
Bereits Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts zeigten sich auf den Straßen originelle Wagen, die das Zeitgeschehen und lokale Ereignisse glossierten.

Gründung des OKV
1935 fanden sich aus diesen Vereinen einige Männer zusammen um den Offenbacher
Karneval auf breiter Basis zu organisieren. Sie gründeten die “Arbeitsgemeinschaft Offenbacher Karnevalsfreunde” (AOK), die am 2. Dezember 1935 im Vereinsregister eingetragen wurde.
Die Gründungsversammlung setzte sich aus folgenden Herren zusammen:
Gustav Heil, Johann Kröhl, August Offhaus und Gustav Dambruch von den Elfern der TGO von 1896; Fritz Schott, Philipp Eybel, Johann Schmidt und L. Habermehl von den Elfern des TVO 1902; Franz Weigand und Leonhard Grießbach von der Großen Karnevalsgesellschaft 1907; Philipp Will vom Gesangverein Liederkranz; Karl Eichhorn vom Gesangverein Liederzweig; Johann Mosberger als Vertreter der Offenbacher Sängerschaft und Fritz Buschbaum vom Ruderclub Germania Offenbach.
Die erste gemeinsame große Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Offenbacher Karnevalsfreunde fand am 11.11.1935 im damaligen Saalbau in der Austraße
mit 111 Elfern auf der Bühne statt und wurde zu einem einmaligen Erlebnis.

Gründungsministerium

Das Gründungsministerium von 1935 mit dem ersten lederanischen Prinzenpaar, Prinz Johann Heinrich I. (Dr. Hans Schmülling) und Prinzessin Helene (Helene Ringshausen).
v.l. nach r. sitzend: Volk zu Volkungen, Gustav Edler von Damm zu Bruch, Carolus, Edler von Eich zu Horn, Prinzessin Helene, Prinz Johann Heinrich, Johannes von Kröhl auf Kröhl, Fink zu Finkenstein. Stehend: Postrat Weber, Konradin Ritter zu Fass, Baurat Fritz, Franziscus der Hensler, Hannes Petter von Schmidt, Max der Köhler von Rappenhausen, Fritz von Schott zu Schottenburg, Adolfus der Volker von Ovenbach, Brand zu Brandenstein, Junker Gross auf Blechhusen, Philippus Willus.

Als weiteres äußeres Zeichen des Zusammenschlusses rollte bereits 1936 ein organisierter Zug, mit dem, hoch auf einer „Staatskarosse“ thronenden ersten ledera- nischen Prinzenpaar Prinz Johann Heinrich I. (Dr. Hans Schmülling) und Prinzessin Helene I. (Helene Rings- hausen), begleitet vom Schalk Lederaniens (Helmut Glindemann) durch Offenbachs Straßen. Professor Hugo Eberhardt von den Technischen Lehr- anstalten – später Werkkunstschule und heute Hochschule für Gestaltung – stellte sich freudig mit seinen Mitarbeitern für die künstlerische Ausgestaltung des Zuges zur Verfügung.

Helmut Glintemann

Sektperlchen Helmut Gliedemann

Prinzenwagen 1936

Prinzenwagen 1936

Prinzenwagen 2005

Prinzenwagen 2005

In seinem Nachfolger, Prof. Willy Meyer, erwuchs dem Verein ein langjähriger treuer Freund und Zuggestalter bis zum Jahr 1951. 1952 gestaltete der Maler und Bildhauer Steffens den Karnevalszug und von 1953 bis (zum vorerst letzten Zug) 1960 gestaltete Alfred Seeger mit den Mitarbeitern seiner Dekorations- und Werbefirma die Motiv- wagen und den Zug. Lederanien war geboren.
In den Nachkriegsjahren stürzten sich die Einwohner in das Vergnügen solch „toller Tage“, um damit umso stärker den Lebenswillen der Offenbacher Bürger zu dokumentieren.

Unterzeichnung Bürgeler Akte

Robert Lammert beim Unterzeichnen der Bürgeler Akte neben Alfred Seeger

Die alliierte Gesetzgebung nach dem 2. Weltkrieg erlaubte keine Vereinsgemein- schaften und so wurde aus der Arbeitsgemeinschaft Offenbacher Karnevalsfreunde (AOK) am 16. Dezember 1948 als Nachfolgerverein der Offenbacher Karnevalverein (OKV), ein selbstständiger Karnevalverein. Eine Übergangslösung war geschaffen.
Nach Aufhebung der alliierten Kartellbestimmungen im Jahre 1953 bemühte sich Alfred Seeger

Bürgeler Akte

Bürgeler Akte

in unzähligen Gesprächen mit den Vereinsvorsitzenden, die 1935 gegründete Dachorganisation wieder aufleben zu lassen und alle Vereine wieder zusammenzuführen. Diese Bemühungen waren von Erfolg gekrönt und fanden am 17. Juni 1954 ihren Niederschlag in der sogenannten „Bürgeler Akte“.Unter Aufsicht des Justitiars Dr. Heinrich Streb setzten die Vorsitzenden der einzelnen Offenbacher Karnevalvereine - Elfer von 1896 TGO; Ranzengarde Bürgel 1904; Elfer der Gemaa Tempelsee; Elfer des Gesangverein Mozart; Elfer von 1902 TVO; Große Karnevalsgesellschaft 07; Elfer der SG Wiking; Elektrische; Elfer des Konzert Orchesters; Die schwarze Elf; Tausenfüßler der Sportgemeinschaft Eiche -sowie der damalige Oberbürgermeister Dr. Klüber als Schirmherr, der OKV-Vorsitzende Alfred Seeger und Dr. Heinrich Streb als Notar ihre Unterschriften unter eine Urkunde, die den OKV als Folgegemeinschaft der AOK (Arbeitsgemeinschaft Offenbacher Karnevalsfreunde) für die Zukunft auswies.

Aufgaben des OKV
Die Aufgabe des OKV als große Gemeinschaft bestand in der gemeinsamen Durchführung der Großveranstaltungen wie Karnevalszug bis 1960, Kostümbälle, Große Schau, Kindermaskenball, Sturm auf das Rathaus, der Prinzenpaarabholung, Prinzenpaarkrönung und der Seniorenveranstaltung am Rosenmontag mit dem Treffen der Ex-Prinzenpaare.
Ab 1961 wurde der Fastnachtszug durch den Gardetag mit Umzug ersetzt.

Kostümbälle, Sitzungen, Umzüge und Gardetage nach dem 2.Weltkrieg.
Ab 1948 wurden in der Aula der Oberrealschule am Friedrichsring (das heutige Albert-Schweitzer-Gymnasium) wieder die ersten großen Karnevalssitzungen und Faschingsbälle vom OKV veranstaltet, wozu Alfred Seeger die Bühnendekorationen schuf. Hierfür wurde ihm der von Karl Eichhorn bis dahin als höchste Auszeichnung geschaffene Carolusorden, verliehen.
1951 konnte man mit den Veranstaltungen endlich Einzug in den Festsaal der Offenbacher Lederwarenmesse halten.
1949 zog dann der erste NachkriegsKarnevalszug (wiederum gestaltet von Prof. Willy Meyer) durch die Straßen unserer Heimatstadt.

walter Berdux

Walter von der Kohlenhalde,
Walter Berdux, Hofmarschall bis 1979

Die Hofmarschalle
Als erstes Nachkriegs-Prinzenpaar bestieg Ricardo II. (Karl Wagner) und Annelie I. (Annelie Schulte) den lederanischen Thron, begleitet von Hofmarschall Walter von der Kohlenhalde (Walter Berdux), der von da an auch alle Prinzenkürungen, bis zu seinem
Tod im Jahr 1979, vornahm. In der Nachfolge des Hofmarschalls, Walter Berdux, wurde 1979 Hermann von der Lederburg (Hermann Braemer) vom Landesverweser ernannt und seit 1996 wird dieses Amt von Manfred Roth bekleidet.

Die Fastnachtszüge und ihre Zugmarschalle
Bis 1960 fanden Karnevalsumzüge statt und waren bei der Offenbacher Bevölkerung sehr beliebt. Leider wurde von Jahr zu Jahr die Finanzierung des Zuges immer teurer und scheiterte schließlich an der Tatsache, dass die Stadt Offenbach den finanziellen
Zuschuss verweigerte und der OKV allein die Kosten nicht tragen konnte. Die Verantwortlichen entschieden „keinen Zug mehr“ und so wurde der Fastnachtszug eingestellt.
Damit entstand eine große Lücke in der Geschichte der Offenbacher Straßenfastnacht.
Von 1935 – 1939 war Gustav Dammbruch als Zugmarschall für die Karnevals-umzüge verantwortlich. Ihm folgte von 1948-1953 Fritz Buschbaum, ab 1954 bis 1960 Richard Merz als letzter Zugmarschall.
Eine Neuauflage des Karnevalzuges wurde im Jahre 2005 zum Jubiläum „150 Jahre Straßenfastnacht in Offenbach“ unter der Leitung von Karl-Heinz Hofmann als Zugmarschall, zusammen mit Klaus Dieter Roos wieder organisiert.
Sie hatten es sich zur Aufgabe gemacht, zu diesem Jubiläum einen großen Umzug durch Offenbachs Straßen zu führen. Dieser Jubiläumszug wurde ein Erfolg.
Trotz Regen und Kälte drängten sich die Zuschauer am 29. Januar 2005 entlang des Zugweges an den Straßenrändern.
Der Umzug wurde bundesweit vom hessischen Rundfunk im Fernsehen übertragen.
In der Sprecherkabine saß neben Karl-Heinz Stier und Karl-Heinz Hofmann als Mitkommentator.
Dieser Erfolg führte dazu, dass der OKV beschloss, zukünftig zu besonderen Jubiläen wieder einen Karnevalszug zu organisieren.
So ist das 75-Jährige Bestehen des OKV (2010) ein besonderer Anlass einen Fastnachtszug zu organisieren.
Das Team unter der Leitung von Klaus Kohlweyer und Klaus Dieter Roos wurde damit beauftragt diese schwierige Aufgabe zu übernehmen.

Große Kostümbälle
1949 lebte auch der von der Werkkunstschule weit über die Grenzen Offenbachs
hinaus bekannte „Zinnober-Ball” wieder auf.
Am Rosenmontag nutzte der OKV dann die dekorierten Räume zu einem weiteren gesellschaftlichen Ereignis, dem Rosenmontags-Ball, der bei der Offenbacher Bevölkerung immer größeren Zuspruch fand.
Nachdem die Räume der Werkkunstschule 1957 nicht mehr zur Verfügung standen, wurde mit Unterstützung des damaligen Stadtbaurats Bayer, der ein großes Herz für den Karneval hatte, im Rohbau des Rudolf-Koch-Realgymnasiums unter dem Motto „Copacabana” die Tradition der Bälle fortgesetzt.
Es war eine im wahrsten Sinne des Wortes eine „einmalige“ Veranstaltung, aber Alfred Seeger und der damalige Oberbürgermeister Georg Dietrich, als Schirmherr des Offenbacher Karnevals, haben es in vielen Verhandlungen mit dem Direktor der Werkkunstschule Henry Gowa, schließlich geschafft, dass von 1958 bis 1961 die beiden großen Faschingsbälle wieder in den Räumen der Werkkunstschule stattfinden durften.
1961 war endgültig Schluss, und es musste nach einem anderem Veranstaltungshaus Ausschau gehalten werden. So wurde schließlich 1962 im Goethe Theater ein Veranstaltungshaus gefunden, in dem die großen Faschingsbälle unter dem Motto „Kuddelmuddel” fortgeführt werden konnten, was sich aber letztendlich nicht als gut erwies.
Also entschied man sich zunächst für die viel kleineren Räume des Rudervereins Hellas und feierte hier unter dem Motto „Saus und Braus im Prinzenhaus” bis 1978 den Faschingsball.
Nur in Zusammenarbeit mit der Stadt Offenbach und dem damaligen Oberbürger- meister Walter Buckpesch war es dem OKV möglich die Tradition der großen Kostümbälle fortzusetzen.
Unter dem Motto „Mexikanische Nächte am Popocatepetl” erlebten ab 1979 Tausende in der von Alfred Seeger in der Stadthalle geschaffenen Dekorationen tolle Nächte, die auch den Beifall des damaligen Kultur- und Sportdezernenten Ferdi Walter und dem damaligen Schirmherrn und Oberbürgermeister Dr. Walter Suermann fanden.
Der Fortbestand der großen Bälle war vorerst garantiert. Doch die wirtschaftlichen Zeiten veränderten sich und so musste sich der OKV schweren Herzens entschließen im Jahre 1992 aus Kostengründen zum letzen Mal den „Popocatepetl” zu feiern.

Sitzungen
Den älteren Bürgern Offenbachs und der Nachbarstadt Frankfurt werden die Fremden und Prinzensitzungen von 1953 bis 1955 im Althoffbau unvergessen bleiben, die unter dem Motto „Komm’ und lach’ mit Offebach“ durchgeführt wurden.
Die Veranstaltung, die “Goße Schau des OKV” die seit 1951 in der Messehalle durchgeführt wurde, musste schließlich 1961 wegen des Umbaus der Messehalle ins Goethe-Theater umziehen. Durch die große Bühne des Theaters mit all seinen technischen Einrichtungen konnten die seitherigen Karnevalssitzungen komfortabler weitergeführt werden.
Mit dem Neubau der Stadthalle 1968 wurde die „Die Große Schau des OKV“ in die Stadthalle verlegt und dort bis 2003 durchgeführt. Programmgestaltung und Regie führten Franz Hensler, Albert Meisenberg, Fritz Buschbaum, Karl Heinz Hensel, Helmut Glindemann und ab 1970 bis 2005 federführend Klaus Dieter Roos. Bereits schon seit 1998 unterstützte ihn dabei Günter Werner.
Heute haben diese schwere Aufgabe Manfred Reißmann und Günter Werner übernommen.
Leider zwangen auch hier die nicht mehr aufzufangenden Kosten für Saalmiete und das Programm die Verantwortlichen des OKV zur Aufgabe der Veranstaltung. Offenbacher Gardetag Nachdem 1961 die Karnevalszüge, wegen der zu hohen Kosten, aufgegeben werden mussten, wurden sämtliche Mittel für den Gardetag verwendet. Der jährliche große Gardeumzug wurde immer mehr zu einem Karnevalsumzug-Ersatz.
Gerd Steininger, der Gründer des Marschallamtes, bereitete auch den ersten großen lederanischen Gardetag vor, der dann erstmalig 1959 unter dem Marschall Heinz Spruck durchgeführt wurde.
Ab 1961 veranstaltete der OKV den „Lederanischen Gardetag“ mit Umzug, der immer bekannter und beliebter wurde.
Zum Gardetag kamen teilweise bis zu 2000 Gardistinnen und Gardisten in ihren Uniformen, um am Gardetag teilzunehmen und den Umzug zu einem großen Aufmarsch junger Menschen in bunten Uniformen werden zu lassen.
Diese Veranstaltung musste 2001 aus Kostengründen eingestellt werden. Gleichzeitig wurde auch, der nach dem Umzug in der Stadthalle stattfindende Gardeball, aufgegebe.

Das Marschallamt
Bereits 1935 gab es schon große Gardeeinheiten, wie z.B. die Prinzengarde, die Bürgergarde, die Ranzengarde, die Kleppergarde, etc., die unter den Marschallen Konrad Faß und Karl Groß für den lederanischen Karneval marschierten.
Nach 1948 lebten die „Lederanischen Garden“ wieder auf: die Ranzengarde, die Prinzengarde, das Blaue Corps mit einem Musikzug, die Eulengarde, die Carolus-Garde, die Blau-Weißen Ulanen (heute als Blau-Weiß-Roten Mozart-Husaren bekannt). Gerd Steininger fasste 1957 schließlich alle bis dahin bestehenden und neugebildeten Garden zusammen und gründete das Marschallamt von Lederanien im OKV, wobei er als erster das Amt des Marschalls übernahm.

Gerd Steininger

Gerd Steininger,
Gründer des Marschallamtes

Unter dem Motto „Einigkeit macht stark“ wurden immer mehr Gardeeinheiten gebildet, innerhalb der Vereine, sowie auch eigenständige - sodass 1985 zum 50jährigen Jubiläum des OKV 35 Gardeeinheiten und Musik- und Fanfarenzüge aktiv am karnevalistischen Treiben beteiligt waren. 1965 hatte sich ein Frankfurter Verein in die Reihen des Marschallamtes eingegliedert und so wurde das 1. Frankfurter Gardecorps zum „lederanischen Ehrencorps“ von Alfred Seeger ernannt.
Gerd Steininger stiftete 1955 das “Lederanische Marschallschild” als höchste Auszeichnung der Garden. Dieses wird bis heute nur einmal jährlich an einen verdienten Gardisten verliehen.
Das Marschallamt ist heute für die Organisation und Durchführung des Rathaussturmes zuständig und hilft bei der Mitgestaltung und Bewirtung der Senioren am Rosenmontagvormittag.
Die Garden des Marschallamtes stellen aus ihren Reihen Wagenbegleitungen für den OKV-Komiteewagen und den Prinzenwagen bei den Umzügen in Frankfurt, Hanau, Wiesbaden, Aschaffenburg, Maintal und Bürgel etc.
Das Marschallamt beteiligt sich mit den Garden an vielen Gardetagen im Umkreis von Offenbach bis hin nach Wiesbaden, Hanau, Aschaffenburg und Darmstadt.

Die Marschalle
Seit 1948 leitet der Marschall der lederansichen Garden die Geschicke des Marschallamtes.
Auf Gerd Steiniger (1958-1959) folgten Heinz Spruck (1959-1961), Norbert Mayer(1962-1967), Günter Tandetzky (1968-1971), Georg Fiedler (1972-1977), Erich Arnold (1978-1981), Manfred Roth (1981-1985), Erwin Hornung (1985-1986), dann wieder Norbert Mayer (1986-1992), Dieter Schmidt (1992-1996).
Seit 1996 ist Hans-Joachim Schulz zunächst Vize-Marschall und ab 1999 Marschall von Lederanien. Ihm zur Seite steht mit Rat und Tat Generalfeldmarschall Karl August Brunn.

HJS und KAB

Marschall Hans-Joachim Schulz, links, und Generalfeldmarschall
Karl-August Brunn

Karl Rothbarth

Stadtkommandand Karl Rothbarth

Stadtkommandanten
Auch Ludwig Gessert ist aus dem lederanischen Geschehen nicht mehr wegzudenken. Der Stadtkommandant von Burgilla, gleichzeitig auch Kommandant der Ranzengarde, wurde 1964 von Alfred Seeger zum Stadtkommandant von ganz Lederanien ernannt. Dieses Amt wurde nach dem Tod von Ludwig Gessert an Karl Rothbarth übergeben.
Im Januar 2008 verstarb Karl Rothbarth und seitdem übt Hans-Joachim Schulz das Amt des Stadtkommandanten aus.

Fastnachtsrummel
1969 wurde erstmals ein Fastnachts-Rummel auf dem Parkplatz an der Carl-Ullrich- Brücke unter der Leitung unseres Vorstands- und Elfermitgliedes Helmut Schwerzel organisiert. Lange Jahre eine gut besuchte Veranstaltung für Groß und Klein, schrumpfte der Fastnachtsrummel immer mehr zusammen und wurde ab 2006 wegen mangelndem Zuspruch der Bevölkerung nicht mehr durchgeführt.

Die Vereinsführung
Fritz Schott u. Karl Eichhorn waren die ersten Vorsitzenden des OKV.
1952 übernahm Alfred Seeger dieses Amt. Da Alfred Seeger auch seit 1953 das Amt des Landesverwesers übernommen hatte, führten die vielen Aufgaben und die damit verbundene Arbeit dazu, dass Alfred Seeger 1986 das Amt des 1. Vorsitzenden niederlegte.
Kurzfristig übernahm Claus Lang das Amt des 1. Vor- sitzenden.
Ihm folgten 1988 Klaus Walther und ab 1995 Karl-Heinz Hofmann. Seit 2000 ist Manfred Roth 1. Vorsitzender.

Karl Eichhorn02

Karl Eichhorn, der erste Vorsitzende 1935

Alfred Seeger

Die Landesverweser
Karl Eichhorn war gleichzeitig ab 1948 auch Landesverweser. 1953 erklärte Karl Eichhorn seinen Rücktritt als Landesverweser.
1954 trat Alfred Seeger seine Nachfolge an. Von seiner Krankheit gezeichnet, gab Alfred Seeger 1999, das verantwortungsvolle Amt an Karl-Heinz Hofmann weiter, der 2001 vom Schirmherrn der Offenbacher Fastnacht, Gerhard Grandke, zum Landesverweser berufen wurde. Seit 2006 ist das Amt des Landesverwesers vakant.

Landesverweser und langjähriger
1.Vorsitzender Alfred Seeger

Die Ministerpräsidenten
Fritz Buschbaum wurde 1954 zum Ministerpräsidenten ernannt, der gleichzeitig auch das Amt des Sitzungspräsidenten bekleidete. 1973 übernahm Friedel Böttiger das Amt des Sitzungspräsidenten, das er dann im Jahr 1983 aus gesundheitlichen Gründen an Klaus Walter weitergegeben hat. 1984 wurde Klaus Walter zum vierten Minister- präsidenten in der Geschichte des OKV von Landesverweser Alfred Seeger ernannt. Mit Aufgabe der „Großen Schau des OKV“ wurde auch das Amt des Ministerpräsidenten nicht mehr vergeben.

Unser Damen-Komitee
2007 gründete sich aus den Reihen der Ehefrauen und Lebensgefährtinnen der Elfer und aus Ex-Prinzessinnen das Damenkomitee. Unter dem Namen „Sterne des OKV“ organisierten sie sich.
Während der Kampagne begleiten sie, zusammen mit dem Herrenkomitee das Prinzen- paar auf seiner Rundreise zu den verschiedensten Nachmittags- und Abendveranstaltungen.

Die Mundschenke
Der erste Mundschenk nach dem Krieg war Georg Happel. Er wurde durch Erwin Klemenz abgelöst. Nach ihm übernahm Walter Laufenberg im Jahre 1969 das Amt. Gegen Ende seiner Amtszeit wurde Bernd Meuer in das Amt des Mundschenks eingewiesen, das er bis heute inne hat.

Fritz Buschbaum

Fritz Buschbaum, Sitzungs- und
Ministerpräsident bis 1972

Damenkomitee

Eine Abordnung des Damenkomitee bei einem Sitzungsbesuch mit Eva-Maria Becker, Brigitte Stiefel, Karin Wagner, Carolin Loos, Melanie Böff, Claudia Hagedorn, Sabine Reimers, Sandra
Gottscheck mit Freundin von Tanja Gottscheck

Mundschenke

Walter Laufenberg und Bernd Meuer als Mundschenke

Schalk von Lederanien
In seiner Rolle als Schalk begleitete Helmut Glindemann, genannt Sektperlchen viele
Jahrzehnte die Offenbacher Prinzenpaare. Mit seinen ernsthaften Worten hielt er dem Zuschauer immer den Narrenspiegel vor. Sein Amt wurde nach seinem Tod lange Zeit nicht mehr besetzt. Uschi Steinbacher erfüllte dieses Amt wieder mit neuem Leben. Zur Zeit ist Karl-Heinz Eitel als Schalk unterwegs.

Verdienstorden für Verdienste um die Offenbacher Fastnacht
Die Geschichte der Karnevalsorden begann mit dem organisierten Karneval in Köln. Dort wollten die Kölner sich gegen die preußische Obrigkeit auflehnen. Ursprünglich symbolisierte der Karnevalsorden eine Geringschätzung militärischen Benehmens und Pomps. Er stellte damals eine Persiflage auf die staatlichen und militärischen Orden, Schärpen und Brustbänder der Preußen dar.
Heute ist der Orden ein fester Bestandteil des Karnevals geworden und Karnevalisten in den verschiedensten Karnevalshochburgen sehen ihn als Belohnung für ihr Engage- ment in der närrischen Zeit an. So hat der Orden, der anfangs als Persiflage gedacht war, seine ursprüngliche Bedeutung ins Gegenteil verkehrt.
Aus alten Protokollen geht hervor, dass eine Karnevalsprinzessin im Jahre 1824 bei
einem Besuch einen Orden mitbrachte und aus Dank ebenfalls einen Orden bekam.
Alte Bilder zeigen bereits Sitzungspräsidenten, die viele Orden übereinander trugen.
Zur Anerkennung der Leistungen für die Fastnacht werden Verdienstorden als äußerliches Zeichen verliehen. So schuf Alfred Seeger nach Übernahme des Vereins- vorsitzes im Jahre 1953 viele Auszeichnungen:
Das Goldene Eichblatt, das Lederanische Grosskreuz , im Jahr 1960 das Lederanische Verdienstkreuz sowie als höchste Auszeichnung den Fridericus Orden zum Gedenken an seinen Vorgänger und Freund Fritz Schott, der nur einmal jährlich verliehen werden durfte.
1985 wurde erstmals der Don Alfredo Orden geschaffen, ein Stifterorden von Alfred Seeger, der ab diesem Zeitpunkt als höchste Auszeichnung für Verdienste um die Offenbacher Fastnacht gilt und bis heute jährlich nur an einen überaus fleißigen, hochverdienten, Fastnachter verliehen wird.
2002 stiftete Karl-Heinz Hofmann einen neuen Verdienst-Orden für hochverdiente Karnevalisten: den Blauen Stern von Lederanien. Dieser Orden wird ausschließlich
vom 1.Vorsitzenden des OKV in Absprache mit dem Stifter verliehen.
Alle, diese Orden können nur durch jahrzehntelange Arbeit für die Offenbacher Fastnacht verliehen werden.

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